Freitag, 9. Oktober 2015

3. Tag Wool

Lange Fahrt, überraschend volle Autobahnen. Wir brauchen 4 Stunden von Canterbury  (übrigens großzügiger, sehr sauberer Campingplatz, 20 Gehminuten vom Ortskern entfernt) nach Wool, das bei Poole liegt, welches wiederum sich in der Nähe von Southhampton befindet. Den dortigen Campingplatz haben wir ausgewählt, weil er auf halber Strecke nach Mousehole (Cornwall) liegt und wir ihn schon mal benutzt haben, auf unserer Fahrt nach Schottland vor zwei Jahren. Die Fahrt war echt streßig, weil die Autobahnen wie gesagt dicht befahren waren und teilweise 4 Spuren haben, die zusammen so breit sind, wie in Deutschland 3 Spuren, also deutlich enger. Und die LKW benutzen gerne auch mal die 3 und sogar 4 Spur, da wird es dann echt knapp.

Aber das Wetter! Strahlender Sonnenschein, klare Sicht, grüne Auen so weit das Auge reicht. Und England ist, so unser Eindruck, wesentlich dünner besiedelt als Deutschland.Es gibt viel Landschaft zu sehen und wenig Ortschaften.


Unser Naggi in Wool

Kleine Fahrradtour durch und um Wool, kleiner Ort, ebenfalls viel Grün. Radfahrer haben es hier schwer. Die Straßen sind eng, Radwege eine Seltenheit. Aber im Gegensatz zu London, sind die Autofahrer – bisher jedenfalls – recht rücksichtsvoll und halten genügend Abstand.

Unser Ausblick bei der Radtour
Uns gefällt die unkomplizierte, höfliche Art der Engländer. Man kommt schnell ins Gespräch. Über Kleinigkeiten, über Nichtigkeiten. Aber nett ist trotzdem. Man muß ja nicht gleich die eigenen Lebensentwürfe und Sinnkrisen diskutieren.

Den Abend verbringen wir im "Black Bear", wieder ein Pub wie er sein soll. Typ verlängertes Wohnzimmer. Nur schade, dass nicht mehr geraucht wird, das hat dem Ganzen doch immer die richtige Würze gegeben. Aber da gehen die Meinungen auseinander, bekanntlich.

Unser Pub am späten Nachmittag, vor der Radtour. Wir hätten auch ins "Ship In" gehen können, aber da vekehrt die Jugend, nix für uns.
Der gemeine Engländer qualmt dann eben draußen. Und läuft in kurzen Hosen, bisweilen auch noch in Flip-Flops herum. Hat ja auch noch 13 Grad, also quasi Sommer. 

Während Vera im Campingbus, die 2. Decke rausholt. Weichei!

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