Freitag, 9. Oktober 2015

1+2. Tag Canterbury

Symbolbild. Hier hätte Hellen gesessen haben können - und wir auch. 
Ansonsten: Genaus so war es!
Sehr nettes Städtchen. Viele Studenten, 40.000, wie uns Hellen erzählt. Hellen ist ein älterer, ein kleines bisschen schäbig aussehender Mann mit längeren, gelblichen Haar, früher Klempdner, der uns freundlich an seinen Tisch bittet. In dem Pub, den wir eher zufällig betraten, Holzdielen, Holztische, Nippes an den Wänden, hätte schon sein Vater und sein Großvater gehockt. Es sei der beste Pub von Canterbury. Er sei nur dreimal in seinem Leben in London gewesen. Wozu auch, hier gäb es doch alles. Ich verstehe etwa ein Drittel von dem, was er sagt und grübele, ob es an meinen bescheidenen Englischkenntnissen liegt oder am Slang von Hellen. Da geht es schon los, wieso heißt der Mann "Hellen"? Ich frage ihn, ob er nicht "Allen" hieße? Nein, sagt er, "Hellen" und betont das "H".


Canterbury City
Die neben mir sitzende Englischlehrerin bestätigt mich, sie habe auch "Hellen" verstanden. Wir kommen ins Gespräch. Ich frage nach Frau und Kindern, bekomme aber nur ausweichende Antworten, dass er 14 Nichten und Neffen habe. Vera meint, er sei schwul. Er habe auch so ein Abzeichen getragen und daher der weibliche Name.


Die Kathedrale
Egal. Er war nett, wir verabschieden uns und werden das nächste Mal dieses Traditionspub mit Sicherheit wieder aufsuchen. Und mit Hellen über Canterbury, London, Germany und den Lauf der Dinge plaudern. Hellen trinkt übrígens Guiness.



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